Klimanotstand Bonn

UPDATE: Antrag am 28.5. im Bürgerausschuss


Die Stadtverwaltung Bonn hat bereits schriftlich auf den Bürgerantrag reagiert. In dieser Stellungnahme heißt es:

Die Verwaltung teilt die Ansicht der Antragsteller, dass es unerlässlich ist, die Treibhausgasemissionen schnellstmöglich massiv zu reduzieren.

Damit es aber nicht nur bei den schönen Worten bleibt, müssen wir nun auch die Mitglieder des Bürgerausschusses erreichen.

Deswegen trifft es sich gut, dass am 28.Mai – genau eine Woche nach der Klimawache – der Antrag zum Klimanotstand im Bürgerausschuss der Stadt Bonn vorgestellt und beraten wird. Das ist der erste Schritt! Kommt vorbei und unterstützt uns: Supporter vor dem Eingang des Stadthauses und/oder im Ratssaal selbst zeigen, wie wichtig uns die Ausrufung des Klimanotstands in Bonn ist.

Öffentliche Sitzung des Bürgerausschusses am Dienstag, 28. Mai ab 18 Uhr, Ratssaal im Stadthaus Bonn.

Auch die Grünen Bonn unterstützen unseren Antrag auf Ausrufung des Klimanotstands. Selbst der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan hat als einer von 210 europäischen Bürgermeistern, Landräten und lokalen Regierungschefs einen offenen Brief an den Präsidenten des Europäischen Rates sowie die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten der Europäischen Union unterzeichnet, worin die Städte und Regionen die EU auffordern, ihre Klimaschutzverpflichtungen deutlich zu verstärken.

Bonn braucht den Klimanotstand! (c) Rolf Krüger
Gemeinsam für den Klimanotstand: Parents for Future, Fridays for Future, Klimawache Bonn

Damit Klimaschutz konsequent mitgedacht wird: Gemeinsam mit den Fridays for Future Bonn und den Parents for Future Bonn unterzeichneten die Vertreter der Klimawache Bonn die Bürgeranregung zum Klimanotstand, die nun beim Rat der Stadt eingereicht wird.

Seit Monaten gehen Bonner SchülerInnen für Klimaschutz auf die Straße, seit Februar bringt die Klimawache Bonn Menschen auf dem Münsterplatz zusammen und mittlerweile hat sich auch eine Gruppe der Parents für Future gegründet. Sie alle verfolgen das gleiche Ziel: mehr und konsequenten Klimaschutz.

„Um die Klimakrise zu bewältigen, müssen wir endlich entschieden handeln – und zwar auf allen Ebenen“, sagt Nils von Delft vom Klimawache-Team. Darum müsse die Stadt Bonn dem Klimaschutz Top-Priorität einräumen. Genau das fordert das Bürgeranliegen zur Ausrufung des Klimanotstandes. Weltweit haben bereits 443 Kommunen den Klimanotstand ausgerufen, darunter Städte wie London, Vancouver und Basel. In NRW sind die Bürgeranfragen bei 38 Städten eingereicht. „Weil die Stadt Bonn zur Klimakatastrophe beiträgt, erwarten wir, dass sie dafür Verantwortung übernimmt und den Klimanotstand ausruft. Der Klimawandel muss von der Stadt als die existentielle Krise betrachtet und behandelt werden die er auch wirklich ist.”, bekräftigt Fridays-Aktivist Ilja Illert.

„Hier in Bonn beherbergen wir das UN-Klimasekretariat, das Bundesumweltministerium und viele Organisationen, die sich mit Klimagerechtigkeit weltweit beschäftigen. Gerade wir hier haben eine besondere Verantwortung, zum Vorreiter für kommunalen Klimaschutz zu werden“, erklärt Karl-Wilhelm Wilke von den Parents for Future.

Mit dem Klimanotstand erkennt die Stadt an, dass wir uns mitten in der Klimakrise befinden. Sie verpflichtet sich, den Klimaschutz bei allen Entscheidungen mit zu denken und sich auch auf Landesebene, im Städtebund und anderen Gremien für den Klimaschutz stark zu machen.

Hier könnt ihr die Bürgeranfrage zum Klimanotstand lesen

Pressrelease: Alliance of Klimawache, Parents for future and Fridays4Future ask City of Bonn to declare climate emergency

Wenn ihr mehr über die Aktion Klimanotstand wissen möchtet oder nachschauen wollt, welche Städte in NRW und weltweit schon dabei sind, dann schaut doch einmal hier: